Sonntag, 31. Mai 2009
Echtes Andentrekking
So, heute ist mein letzter Tag in der Inka-Region um Cuzco, denn nachmittags werde ich mich auf die laengste Busreise meiner Reise und meines bisherigen (oh mann, bald 27-jaehrigen Lebens) begeben, welche um 17 Uhr heute beginnt und um 4 Uhr frueh am 2. Juni in Huaraz, der Bergsteiger-El-Dorado Perus in der Cordillera Blanca mit dem Nevado Huascaran, Perus hoechstem Berge, enden wird.
Doch der Reihe nach, denn der letzte Eintrag ist viele schoene abenteuerliche und ereignisreiche Tage her. Am 24. sind wir zu Fuenft plus unseren Guide Mayra, dem unglaublich guten Expeditionskoch Victoriano, welcher leckerste Gerichte in ueber 4500m Hoehe toll anrichtete, und unseren zwei arrieros - so werden die Maenner genannt, welche sich um die Packpferde kuemmern- nach Tinqui aufgebrochen. Das Wetter war das Beste bislang mit wolkenlos blauem Himmel und es versprach einmalig herrlich zu werden. Da die Fahrt mit dem Bus nach Tinqui 3 Stunden dauerte, kamen wir in den Genuss des Videos "The Beast", einem Film ueber den ersten Afghanistan-Krieg, in dem die Russen die Boesen und die Taliban die Boesen waren. Inklusive Nahaufnahmen, wie ein boeser Taliban zur Strafe vom Panzer ueberrollt wird. Toller Film. Genau die leichte Kost, die man auf so einer Busgfahrt erwartet. Der erste Tag war anstrengend, da die Runde steil Richtung Upis beginnt, auf der anderen Seite aber durch Postkarten-Peru mit auf Wiesen grasenden Lamas auf einer Hochebene beginnt, einen Schneeriesen immer im Blick und eine ganze Kette weisser Berge im Ruecken. Upis erreichten wir wie geplant um 18 Uhr kurz nach dem Dunkel werden... unsere Pferde mit der ganzen Ausruestung leider nicht. Der Trek begann spannend. Doch schliesslich kamen auch sie an, so dass wir im Dunkeln gemeinsam die Zelte errichteteten und um 20 Uhr unser erstes Abendessen bekamen. Den BEsuch der heissen Quellen verschoben wir auf den naechsten Tag nach dem Fruehstueck. Und was fuer ein Bad!! In 30 Grad warmem Wasser bei aufgehender goldener Sonne mit Blick auf einen weissen Berg im dampfenden Wasser liegen. Herrlich. Den ganzen Tag ueber haben wir herrlichstes Wetter, ueber den ersten Pass gelangen wir nach dem Abstieg zu einem See zum reichhaltigen Mittagessen. Darauf folgt der 2. Pass und nach insgesamt 2 Stunden erreichten wir den als kaeltesten Campingplatz angekuendigten campamento. Wobei man sich darunter einfach eine flache Wiese mit fliessendem Wasser in der Naehe vorstellen darf. Wir waren schliesslich auf Wildnis und Abenteuer aus, also Campings wie Europa gibt's da nicht, dafuer darf man ueberall campen. Und die Nacht war vermutlich eher die am wenigsten kalte. Gegen die Kaelte bekamen wir jeden Abend Waermflaschen, also waren wir steandig bestens umsorgt! Das Wetter wurde nun auch eher Andentzpisch, so wie ich es bislang kennen gelernt hatte. Kaum standen die Zelte, hagelte es 5mm-Koerner und regnete anschliessend ein wenig. Am folgengen Tage stand der mit knapp 5200m hoechte Pass auf dem Programm, dessen Aufstieg diesmal vom Notfallpferd begleitet wurde. Ging alles problemlos und auf dem Pass genossen wir den blauen Himmel, die Sonne und die geilen Berge um uns herum. Heute Abend war wieder gemeinsames Anpacken beim Camp einrichten angesagt, denn wir mussten kurz vor dem vorgesehenen Camping stoppen und schnell die Zelte errichten, da ein Umwetter mit Schneesturm aufzog. Ging alles glatt und mit Adi begab ich mich noch auf einen kleinen, 2 stuendigen Abendspaziergang, um ein paar schoene Bilder des Nevado Jatunpampa im scharfen Abendlicht einzufangen. Am dann letzten ganzen Tag erklommen wir den letzten Pass beim sehr kaltem, windigem Wetter und deponierten an diesem heiligen Pass -da er zwischen den heiligen Bergen Ausangate und Salkantzt liegt- ein Dankesopfer fuer den Berggott Apu. An unserem Abendziel Pacchanta lagen wir ueber 2 Stunden in den 35 Grad heissen Quellen und genossen wieder die gigantische Aussicht auf einen schneebedeckten Berg im Sonnenuntergang. Und waehrend der 2 Stunden haben ich mich dazu breit schlagen lassen, doch Machupicchu zu besuchen... allerdings auf der billigst moeglichen Route. Der letzte Tag des Treks war schleisslich gekroent von einem der tradtionellsten Mittageessen Perus: Pachamanca. Dazu werden Steine ueber einem Feuer erhitzt und anschliessend in eine Erdkuhle gelegt. Dort kam dann unser eigens gekauftes Schaf drauf, dazu Kartoffeln und Saubohnen. Das gab ein Festmahl!! Der Abed wurde dann ein wenig stressig, da ich noch Vorraete fuer mein Machupicchu-Abenteuer am naechsten Tag und Packen ausgefuellt war.

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